Der Erfolgsfaktor “Social Media” aus Sicht der Anbieter

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Für die E-Couponing-Anbieter ist die Intensität der Einbindung ihrer Produkte in die stark genutzten Social Media-Dienste von großer Tragweite. Sie steht in enger Beziehung zu den vorgenannten Aspekten der Reichweite und viralen Verbreitung. Laut comScore verbringen die Nutzer z. B. auf Facebook pro Tag durchschnittlich 25 Minuten.1 Dieses Potential gilt es für die Anbieter bzw. Herausgeber von elektronischen Gutscheinen zu nutzen.

Die Einbindung von E-Coupons in soziale Netzwerke kann demnach durch den eigenen Produktauftritt oder zielgerichtete Werbeanzeigen erfolgen, um gezielt virale Effekte in Gang zu setzten. Weiterhin können die Anbieter auf ihrer Seite bzw. in ihrer mobilen App Social Media-Elemente in Form eines Weiterempfehlungsbuttons einbauen oder, im Bezug auf Facebook, den Usern die Möglichkeit geben, mit dem „Gefällt-Mir“-Plug-In oder der Posting-Funktion ihren virtuellen Freundeskreis über Coupon-Angebote zu informieren. Diese Form der kostenlosen Werbung hat bei den Tagesdeal-Seiten Groupon oder DailyDeal bereits zu einer Nutzersteigerung beigetragen, auch deshalb, weil die Dienste einen Belohnungsmechanismus für neugeworbene Mitglieder in Form einer Geldgutschrift anbieten, die wiederrum für Couponkäufe genutzt werden kann.

Denkbar ist auch, dass, sobald ein User auf einen „Interessiert-Mich“-Button klickt, den befreundeten Nutzern im Social Network ein automatisch generierter Hinweis wie z. B. “Diesen Coupon würde ich gerne kaufen. Wer kommt mit?” angezeigt wird. Dies macht insbesondere bei E-Coupons Sinn, die an mehrere Personen gebunden sind. Ein weiterer Schritt zur Integration wäre, dass der Gutscheinkauf als Neuigkeit in den „Newsfeed“ übertragen wird, vorausgesetzt, dass der Nutzer nicht ausdrücklich diesem Verfahren widerspricht.

Auch die Tatsache, dass Facebook selbst seinen eigenen Couponing-Dienst gestartet hat (Anmerkung: Facebook hat zwischenzeitlich sein Couponingdienst wieder eingestellt), zeigt die aktuelle Relevanz des Social Commerce. Das soziale Netzwerk hat hierbei den entscheidenden Vorteil, dass es die E-Couponing-Strategie wesentlich tiefer in seine Plattform integrieren und verwurzeln kann, als es bei externen Anbietern auf Facebook möglich ist.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Masterthesis “E-Couponing – Eine Analyse der Erfolgsfaktoren und Potentiale im E- und M-Commerce”. Die gesamte Arbeit ist hier im Blog als E-Book erhältlich.

1 Vgl. comScore (2011), U.S. Digital Year in Review, S. 12.



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